Schuldzuweisungen bei chronischen Schmerzpatienten und ihre Auswirkungen auf den Therapieerfolg


  • Datum

  • Kategorie

    A/C1
  • Punkte

    8
  • Bundesland

    Mecklenburg-Vorpommern

Vortrag: 04.09.2026, 13:30 – 15:00 Uhr (auch einzeln buchbar, 15,00 € Teilnahmegebühr)
Workshop: 04.09.2026: 14:30 – 17:00 Uhr & 05.09.2026: 09:30 – 12:45 Uhr

Eine zentrale Rolle bei der Rehabilitation von körperlichen Erkrankungen kommt der kognitiven Verarbeitung, insbesondere der Ursachenattribution, zu. Dabei ist vor allem die Frage von Bedeutung, ob und welche Schuldzuschreibung der Erkrankte vornimmt. So kann die betroffene Person ihre Erkrankung für schicksalhaft halten, oder aber sich selbst bzw. dritten die Schuld an der Erkrankung geben. Insbesondere, wenn die Schuld auf Vernachlässigung der Fürsorge wichtiger Personen zurückgeführt wird (behandelnde Ärzte, Arbeitgeber, Eltern), ist mit einem ungünstigen Heilverlauf zu rechnen. Im Fall einer derartigen Schuldzuweisung wird ein subjektiv wahrgenommenes
Fehlverhalten des Verursachers gesehen und als Vernachlässigung der Fürsorge- bzw. Sorgfaltspflicht bewertet. Daraus resultiert oftmals ein Gefühl der Kränkung oder auch Verbitterung. In einigen Studien zeigte sich (z.B. DeGood & Kiernan 1996, Cook & DeGood, 2006), dass Attribuierungen dieser Art mitbestimmend für fehlende Motivation und Non-Compliance in der Therapie waren. Für die Auswirkung dieser subjektiven Schuldzuweisung ist nicht relevant, ob diese Schuldzuschreibung berechtigt bzw. zutreffend ist.
Des Weiteren scheint von Bedeutung zu sein, inwiefern die betroffene Person den Eindruck hat, ihr sei i. R. der Behandlung bzw. Rehabilitation zu wenig Gerechtigkeit widerfahren bzw. nicht genügend Unterstützung zuteil geworden.
In der geplanten Fortbildung soll zunächst der aktuelle Forschungsstand kurz zusammenfassend dargestellt werden, um im Anschluss daran, Strategien sowie Techniken zu erarbeiten und einzuüben, mit denen den dysfunktionalen Schuldattributionen im therapeutischen Setting begegnet werden kann. Die Fortbildung richtet sich explizit an alle Berufsgruppen, die in die Behandlung und Rehabilitation erkrankter Menschen involviert sind.


Veranstalter

AHG Klinik Waren
Ansprechpartner: Müller
E-Mail: cmueller4@ahg.de
Telefon: 03991 / 635 42 0
Fax: 03991 / 635 42 6

Weitere Informationen

Kosten: 150,00 €


Veranstaltungsort

Am Kurpark 1
17192 Wahren (Müritz